Bürokratie stößt sauer auf

Zeitungsartikel FT vom 22.02.2021

Auch das Freisinger Tagblatt berichtet in der Printausgabe vom 22.2.2021 von der Kreisversammlung der Grünen zum Thema “Politik hört zu: So geht es den Geflüchteten im Landkreis Freising”.

Derzeit leben rund 1.500 Asylbewerber*innen im Landkreis Freising. Obwohl nur wenige tatsächlich abgeschoben werden (in 2020 19 Personen) ist die Angst der Geflüchteten vor Abschiebung groß und das Vertrauen in die Behörden gering, insbesondere durch die Art und Weise wie solche Abschiebungen vonstatten gehen. Die ständige Unrast der Erwachsenen übeträgt sich nicht zuletzt auf die Kinder, die durch diesen dauerhaften Stress teils Verhaltensauffälligkeiten entwickeln.

Ein weiterer Problemkomplex sind Maßnahmen wie die Sprach- und Integrationskurse. Diese gehen zu wenige auf die individuellen Voraussetzungen der jeweiligen Teilnehmer*innen ein. Die angebotenen 600 (bzw. 900) Stunden sind in vielen Fällen nicht ausreichend. Insbesondere Mütter mit Neugeborenen sind faktisch an der Teilnahme gehindert, da eine Betreuung der Kinder während des Unterrichts nicht gewährleistet ist. Abhilfe könnte Unterricht vor Ort schaffen, sprich in der jeweiligen Unterkunft wo im Regelfall Gemeinschaftsräume für Schulungszwecke genutzt werden können.

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